CEPII – Documents de travail

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Währungsfehlstellungen und Wechselkursregime in lateinamerikanischen Ländern: Ein Kompromissproblem

Jorge Carrera
Blaise Gnimassoun
Valérie Mignon
Romain Restout

Punkte clés:

  • Die lateinamerikanischen Länder stehen bei der Wahl des Wechselkursregimes vor einem entscheidenden Kompromiss: beträchtliche, aber weniger anhaltende Fehlausrichtungen und lang anhaltende, aber schwächere Währungsungleichgewichte.
  • Feste Wechselkursregime haben zwar den Vorteil, dass Fehlausrichtungen verringert werden, sie betonen jedoch ihre Beständigkeit.
  • Fehlausrichtungen sind unter flexiblen Wechselkursregimen höher, aber weniger hartnäckig.
  • Wir zeigen, dass flexible Regelungen eine schnellere Korrektur von Währungsungleichgewichten ermöglichen.

Fortsetzen :

Dieses Papier führt eine eingehende empirische Untersuchung der Auswirkungen des Wechselkursregimes (ERR) auf reale Währungsfehlstellungen in einem Panel von 17 lateinamerikanischen Ländern im Zeitraum 1970-2016 durch. Wir betrachten explizit die zwei Dimensionen von Fehlausrichtungen, Größe und Persistenz, und bewerten vier verschiedene ERR-Klassifikationen. Wir achten auch auf Querschnittsabhängigkeiten zwischen Ländern, die in Lateinamerika wichtig zu sein scheinen, und bieten verschiedene Robustheitsprüfungen an. Unsere wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass feste Ungleichgewichte zwar eine gute Leistung bei der Begrenzung der Größe von Fehlausrichtungen und bei der Verringerung der Inflation und des Haushaltsdefizits erbringen, die Ungleichgewichte jedoch anhaltender sind. Im Gegenteil, das Ermöglichen von mehr Flexibilität verringert die Persistenz, erhöht jedoch die Größe von Fehlausrichtungen. Insgesamt zeigen wir, dass die lateinamerikanischen Länder bei der Auswahl ihres ERR vor einem entscheidenden Kompromiss stehen.

Mots-clés:

Lateinamerikanische Länder | Wechselkursregelungen | Währungsfehlausrichtungen

JEL:
F31, C23, E42



Markus Wischenbart